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Pragmatische Digitalisierung als schnelle Hilfe im Lockdown

Seit Anfang April unterstützt wir-liefern.org als Pro-bono-Plattform den Einzelhandel und die Gastronomie. Mittlerweile nutzen mehr als 1.000 lokale Unternehmen aus ganz Deutschland die Möglichkeit, sich in der virtuellen Fußgängerzone mit ihren Liefer- und Abholangeboten zu präsentieren. Die Plattform verzeichnet täglich neue Läden, die so mit neuen und alten Kunden zusätzlichen Umsatz generieren wollen.

Die Gründer haben die Plattform zu Beginn des ersten Lockdowns aus dem Boden gestampft, um Soforthilfe zu leisten und Verbrauchern die Möglichkeit zu geben, im Internet nachzuschauen, welche Unternehmen und Restaurants ihre Ware jetzt ausliefern. Händler und Gastronomen können sich ohne technische Vorkenntnisse und mit sehr geringem Aufwand registrieren und ihr Angebot kostenlos präsentieren.

Ein schnell wirkendes und einfaches Werkzeug zu schaffen, entspricht dem Ansatz des dreiköpfigen Gründerteams: Für viele Händler sind Digitalisierungsprojekte und die damit verbundenen Aufwände und Investitionen besonders unter den aktuellen Bedingungen nicht leistbar. Es braucht also pragmatische Lösungen, die auch ohne Digitalagentur sofort umsetzbar und wirksam sind. Denn die Bekämpfung der Corona-Pandemie wird auch in den kommenden Monaten noch erhebliche Beschränkungen für den Handel und das Leben in den Innenstädten mit sich bringen.

eCommerce boomt, der Einzelhandel leidet

Schon in der HDE-Umfrage aus dem November letzten Jahres schätzen etwa 60% der teilnehmenden Innenstadthändler die Lage als existenziell bedrohlich ein. Mit dem erneuten harten Lockdown und der Verschiebung des Käuferverhaltens vom physischen Einkauf zur Bestellung auf den großen Shopping-Pattformen beschleunigt sich der Trend hin zum eCommerce. Das beweisen nicht zuletzt die Rekordumsätze von Amazon, die mit knapp 96 Mrd. US Dollar im dritten Quartal 2020 für einen Gewinn von 6,3 Mrd. US Dollar sorgten.


Die Veränderung im Kaufverhalten hin zum Digitalen wird sich auch nach Bewältigung der Pandemie nicht wieder auf den vorherigen Zustand zurückdrehen lassen. Die Corona-Pandemie zeigt letztlich eine Entwicklung im Brennglas, die lange zuvor begonnen hat und mit einem einfachen „weiter so“ nicht aufzuhalten ist.

Digitalisierungsschub als Chance

Neben den riesigen und teils existenzvernichtenden Problemen liegen aber für Anbieter und Konsumenten auch Chancen in der aktuellen Krise. So haben Konsumenten durch die dramatische Situation die Chance zu erkennen, was ihnen unsere Innenstädte mit dem vielfältigen Gastronomie- und Einkaufsangebot bedeuten. Das kann und wird bei vielen zu einem bewussteren Konsum führen – nicht nur im Hinblick auf die Produktauswahl, sondern auch bei der Auswahl der Verkäufer.

wir-liefern.org unterstützt die zahlreichen lokalen Ladenbesitzerinnen und Gastronomen nicht nur mit der kurzfristigen Hilfe im Lockdown sondern will mit einem kostenlosen Digitalisierungshebel zu deren Existenzsicherung und dem Ausbau ihres Geschäfts beitragen, indem die Plattform genau die Läden für bewusste Konsumenten im Internet sicht- und auffindbar macht, die diese suchen.

Über wir-liefern.org

Die Macher von wir-liefern.org – Mirjam Müller (Journalistin), Thomas Reichert (Geschäftsführer der Agentur digitalbauhaus) und Christian Hasselbring (Digitalberater) sind sich absolut sicher: Wer seine Chancen hier nutzt, kann sich einen zukunftsfähigen zusätzlichen Absatzkanal erschließen und Kunden fester an sich binden.

Für die ersten Schritte zum Erfolg im Digitalen braucht es keine massiven Investitionen, sondern Pragmatismus, Überzeugung und Zusammenhalt. wir-liefern.org ist so entstanden und wird weiter dabei mithelfen unsere Innenstädte lebendig zu halten.

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