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Die Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat die mittelständischen Händler in Deutschland bislang rund 630 Millionen Euro gekostet. Das zeigt eine aktuelle HDE-Umfrage. Besonders teuer ist dabei demnach die Umsetzung der vorgesehenen Informationspflichten.


Am 8. Juni 2018 sollen im Rat „Verkehr, Telekommunikation und Energie“ Festlegungen hinsichtlich der Positionierung der Mitgliedsstaaten zum aktuellen Entwurf einer neuen ePrivacy-Verordnung (ePV) getroffen werden. Anschließend an den offenen Brief, den ein breites Bündnis von Verbänden nahezu textgleich an die Minister des Europäischen Rates für Telekommunikation gerichtet hat, haben der HDE und 14 weitere Wirtschaftsverbände ihre Unterstützung für die dort geäußerten Positionen zum Ausdruck gebracht.


Am 25.5.2018 wird die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft treten. Sie ist dann in allen Mitgliedstaaten der EU unmittelbar anwendbares Recht und muss auch von Händlern berücksichtigt werden. Gleichzeitig tritt auch ein vollständig neues Bundesdatenschutzgesetz (BDSG neu) in Kraft, mit dem nationale Spielräume ausgefüllt und notwendige Konkretisierungen der Verordnung vorgenommen werden.


Zeitgleich mit der neuen Datenschutz-Grundverordnung tritt in Deutschland das Datenschutz-Anpassungs- und Umsetzungsgesetz in Kraft.


Hinter dem Begriff der Künstlichen Intelligenz (KI) stecken die schier grenzenlosen technologischen Innovationsfähigkeiten des Handels: vom Beratungsroboter über smarte Spiegel und kassenlose Läden bis zu den Algorithmen der Social Commerce. Damit ermöglicht KI ein flexibles, personalisiertes und bequemes Einkaufserlebnis. Doch ist KI auch Handelsrealität? Was halten Kaufleute von den Innovationspotenzialen? In dieser Umfrage möchten wir erfahren, ob und wie Sie als Händler:in maschinelles Lernen nutzen (wollen) und welche Bedeutung KI im Handel in Ihrer Zukunftsplanung hat.

Über diesen Link können Sie an der Umfrage teilnehmen.

 

Alle Angaben werden vertraulich behandelt und anonym ausgewertet.

Teilnahmeschluss ist der 03. Mai 2021.

Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung!


Aktuelles Microsoft-Whitepaper zeigt: So kann der Handel die großen Potenziale digitaler Nachhaltigkeitslösungen für sich nutzen

Die Dynamik der Digitalisierung im deutschen Handel wurde durch Corona noch einmal erhöht und rückt digitale Lösungen ungebremst in den Fokus. Schon jetzt setzt der Handel in intelligenten Filialen oder „Smart Stores“ verstärkt auf digitale Lösungen, um operative Prozesse effizienter zu gestalten oder um Kunden*innen mehr Informationen und Services anzubieten. Viele dieser Lösungen ermöglichen erst das Vernetzen der On- und Offline-Kanäle miteinander und eröffnen weitere Kanäle für hybrides Einkaufen, bspw. die Online-Bestellung und Abholung an einem Automaten oder die Lieferung in den Kofferraum eines Autos. Denn genau darum geht es im stationären Handel der Zukunft: Personalisierte Einkaufserlebnisse, wie wir sie aus dem E-Commerce kennen, durch digitale Lösungen in die physischen Geschäfte zu überführen. 44 Prozent der CIOs und IT-Leiter aus den Handelsunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sehen laut einer aktuellen Umfrage im Whitepaper „Sustainable Smart Stores 2021 – Digitale Nachhaltigkeitslösungen für den Handel“ des EHI Retail Institutes und Microsoft im „Connected Retail“, also der Verbindung von On- und Offline-Handel, eine der wichtigsten technologischen Entwicklungen der kommenden drei Jahre. „Connected Retail“ folgt damit direkt auf Künstliche Intelligenz (KI), die mit 63 Prozent weiter auf Platz eins der wichtigsten technologischen Entwicklungen steht.

Digitalisierung und Nachhaltigkeit müssen kein Widerspruch sein

Mit Hilfe der Digitalisierung werden viele neue Möglichkeiten für nachhaltige Prozesse und deren Monitoring geschaffen. Gleichzeitig hat die Digitalisierung aber auch Auswirkungen auf die Nachhaltigkeitsziele. Der Betrieb von Smart Stores mit digitalen Anwendungen basierend auf Sensorik, Internet der Dinge Technologie und KI ist natürlich energieintensiver als der Betrieb einer nicht oder kaum digitalisierten Filiale. Anhand von 29 Kundenreferenzen sowie 17 Microsoft- und Partnerlösungen werden die Potenziale in den fünf Handlungsfeldern Zentrale, Lieferkette & Logistik, Sortimente & Produktion, Filialen, Kunden & Kreislaufwirtschaft unmittelbar sichtbar.

„Digitalisierung und Nachhaltigkeitsszenarien sind kein Widerspruch und sollten Hand in Hand gehen. Die Praxisbeispiele und Ergebnisse des Whitepapers unterstützen den Handel auf seinem Weg zu Sustainable Smart Stores“, so Xenia Giese, Industry Executive Retail & Consumer Goods bei Microsoft Deutschland.

Sustainable Smart Stores bringen digitale Stärken und Nachhaltigkeit zusammen

Gefragt sind heute nachhaltige intelligente Filialen oder auch „Sustainable Smart Stores“, die mit ihren digitalen Lösungen einen Fokus auf Nachhaltigkeit legen. So unterstützen sie z. B. das Sparen von Energie und damit die Minimierung des CO2-Ausstoßes. Dabei kommen digitale Lösungen für Gebäude- und Gerätesteuerung zum Einsatz, wie bspw. die Lichtsteuerung und das energie-effiziente Lichtmanagement sowie Lösungen zur Optimierung der Auslastung der Klima- und Kältetechnik. Vor allem der Lebensmittelhandel ist durch den vergleichsweise hohen Energieverbrauch seiner Filialen dafür prädestiniert, aber auch im Nonfood-Handel gibt es vielversprechende Ansätze. Darüber hinaus bieten digitale Lösungen Möglichkeiten, direkt die operativen Prozesse in der Filiale zu optimieren und nachhaltiger zu gestalten. Dazu zählen bspw. das Management des Abfalls, die Vermeidung des Schwunds durch vorausschauende Überwachung der Kühlgeräte oder die Erfassung des Sortiments bzw. des Bestands in Filiale und Lager mit Hilfe von Sensorik und die vorausschauende Optimierung per KI, wodurch Ausschuss und gleichzeitig Out-of-Stocks vermieden werden können.

Cloud und Cloud Edge Technologien rücken verstärkt in den Fokus

Für eine optimale Energieeffizienz wäre es sinnvoll, die digitalen Lösungen einer Filiale in der Cloud zu betreiben. Schließlich können Hyperscale Cloud Rechenzentren deutlich mehr Rechenleistung pro Energieeinheit erbringen als On-Premise-Rechenzentren. Das Problem bei der Sache: Aufgrund der beschränkten Bandbreite in vielen Filialen ist eine flächendeckende Nutzung von digitalen Cloud-Lösungen häufig nicht möglich. Gerade bei rechenintensiven Lösungen, wie der Verarbeitung von Sensorik-Daten, IoT und deren Auswertung bzw. Prognose mit KI erfordern viele digitale Lösungen eine Verbindung in die Cloud. In diesen Fällen wäre die Filialbandbreite sehr schnell ausgelastet. Zur Lösung dieses Problems kommt Cloud Edge-Computing-Technologie zur Anwendung. Dabei werden erzeugte Daten nahe beim Sensor auf einem dafür vorgesehenen Gerät (auch „Appliance“) aggregiert und verarbeitet. Die Prognosefähigkeit über KI wird dabei auf das Gerät übertragen und voreingestellt, damit sie auch ohne Verbindung zur Cloud zur Verfügung steht. Das bedeutet, dass die Verbindung zur Cloud nur für das initiale Anlernen der KI und bei etwaigen Änderungen notwendig ist, was den Bedarf an Bandbreite deutlich reduziert.

Digitale Nachhaltigkeitslösungen in fünf zentralen Handlungsfeldern

Wie digitale Nachhaltigkeitslösungen schon heute erfolgreich eingesetzt werden, zeigt das aktuelle Whitepaper mit Kundenreferenzen in fünf zentralen Handlungsfeldern. Darunter u. a.

  • Zentrale:
    • Remote Work und Prozess Automatisierung (IKEA & Microsoft): IKEA setzt für seine 166.000 Mitarbeitenden Microsoft 365 Teams ein – dadurch werden papierbasierte Prozesse reduziert und Reisen durch digitale Zusammenarbeit ersetzt.
    • Gebäude Management Plattform (Microsoft & Iconics): Das Microsoft Headquarter nutzt seit 2018 für seine Büro- und Laborflächen ein zentrales Smart Energy Management von Iconics – der Energieverbrauch konnte dadurch um 25 Prozent reduziert werden.
  • Lieferkette & Logistik:
    • Serialisierte Verpackungen in der Lieferkette (Digimarc): Durch den Digimarc Barcode auf Verpackungen oder Textilien, der serialisierte Identifikatoren enthält, wird eine detaillierte Rückverfolgbarkeit möglich, Rückrufe besser verwaltbar, das Bestandsmanagement akkurater und Ausschuss bzw. Abfall verhindert.
    • Plattform für nachhaltige Beschaffung (Intermarché & SGS Transparency One): Intermarché monitort Qualität und Rückverfolgbarkeit ihrer Produkte mit Transparency One durch Echtzeit-Lieferkettendaten, um die Produktherkunft zu identifizieren und Risiken zu reduzieren. So werden Nachhaltigkeitskriterien eingehalten.
  • Sortimente & Produktion:
    • Saisonale Preissenkungen zur Vermeidung von Entsorgung am Saisonende (Orsay & Blue Yonder): Orsay setzt optimierte, frühestmögliche und zentrale Preissenkungen mit Hilfe von Blue Yonder ein, damit unprofitable Rabatte oder Überbestände zum Saisonende und damit auch die etwaige Entsorgung der nicht mehr verkäuflichen Off-Season-Ware zu vermeiden.
    • KI-basierte Qualitätskontrolle (PepsiCo & Microsoft): PepsiCo nutzt maschinelles Lernen für die Produktions-Qualitätskontrolle, um Produktausschuss, Abfall und Kosten zu minimieren. Die Lösung überwacht Extruder-Eigenschaften und passt sie automatisch an, um die Produktkonsistenz zu verbessern und Ausschuss zu vermeiden.
  • Filialen:
    • Elektronische Preisschilder (Colruyt & SES-imagotag): Colruyt setzt SES-imagotag ESLs in ihren 290 Filialen ein und ersetzt 75 Millionen papier-basierte Preisschilder. Zusätzlich zur gesteigerten Prozesseffizienz werden so 90 Tonnen Papier pro Jahr eingespart.
    • Intelligentes Regal für Lagerhaltung & Abfallvermeidung (Rewe Österreich & Bizerba): Die Rewe Group in Österreich setzt das Bizerba Smart Shelf mit Gewichtssensoren und KI in Backshops ein, um Prognosen für das optimale Nachbacken über den Tagesverlauf zu erstellen. Dadurch können Restbestände abverkauft statt im Abfall entsorgt werden.
  • Kunden & Kreislaufwirtschaft:
    • Intelligenter Recyclingbehälter (H&M, Ombori): Zur Sammlung und Rückführung von Kleiderspenden nutzt H&M einen intelligenten Recycling-Behälter mit interaktivem Bildschirm und integrierter Waage. Fünf Millionen Pfund (2,3 Mio. kg) recycelte Kleidung konnten dadurch 2020 allein in den USA gesammelt werden.
    • Recycling von Verpackungen (Henkel, Project Holy Grail & Digimarc): Das Projekt Holy Grail 2.0 mit namhaften Händlern und Herstellern (z. B. Henkel) zielt mit Digimarc Barcodes darauf ab, bei der Entsorgung die Sortierung und das Recycling von Verpackungen zu erleichtern. Gleichzeitig sollen bessere Rezyklat-Werte und eine höhere Qualität von recycelten Verpackungen für eine echte Kreislaufwirtschaft erreicht werden.

Der Weg zum „Sustainable Smart Store“, der Technologien wie KI und IoT für ein optimiertes Nachhaltigkeitsprofil zum Einsatz bringt, stellt viele Handelsunternehmen vor eine neue Herausforderung. Das aktuelle EHI-Microsoft-Whitepaper zeigt jedoch: Schon heute gibt es sehr vielversprechende Ansätze und auch eine ganze Reihe an vorzeigbaren Praxisbeispielen. Mit den richtigen digitalen Lösungen ist es durchaus möglich, Nachhaltigkeitsinitiativen im Handel zu unterstützen. Als Plattform-Anbieter und Partner des Handels stellt Microsoft dazu modernste Technologien aus der Cloud bereit. Mit ihnen lassen sich nicht nur die Digitale Transformation erfolgreich vorantreiben oder neue digitale Geschäftsmodelle erschließen, sondern auch die Nachhaltigkeit von Handelsunternehmen weiter optimieren. Jetzt ist es an den Händlern, diese Potenziale für sich zu nutzen!


Die Vereinbarung und Verwaltung von Terminen stellt seit jeher eine zeitfressende und nervenaufreibende Aufgabe für Händlerinnen und Händler dar. Die Komplexität der Terminfindung dreht sich dabei um die Planung der richtigen Ressourcen zur verlangten Zeit am passenden Ort in einer effizienten und skalierbaren Art und Weise.

Der HDE Erfahrungsaustausch am 18.03.2021 mit Kevin Jahn von der Pylot GmbH, behandelte das Thema: Lokale Sichtbarkeit im Netz.

 

Lokale Sichtbarkeit aus Kundensicht

Folgendes Beispiel: Eine Frau ist auf der Suche nach einer Regenjacke und hat dabei keine bestimmte Marke im Kopf. Um sich einen Überblick zu verschaffen, sucht sie nach dem Begriff Regenjacke auf einer der gängigen Suchdienste (z.B. Google) und bekommt daraufhin Geschäfte in der Nähe angezeigt.

Auf Google würde sie nun zunächst eine Karte (Google Maps) mit roten Punkten sehen, die für die verschiedenen Geschäften stehen, in denen Regenjacken verkauft werden. Google zeigt dabei an erster Stelle eine Auswahl der Geschäfte an, die von dem Suchalgorithmus am relevantesten zu der Suchanfrage passen. Dabei spielen zahlreiche Faktoren (z.B. Bewertungen) eine Rolle. Bei Suchanfragen möglichst weit vorne gelistet zu werden und dadurch eine hohe Sichtbarkeit zu erzielen ist entscheidend für den Erfolg, sowohl Online, als auch im stationären Handel.

Klickt die Kundin nun auf eines der Geschäfte, das als Top-Treffer angezeigt wird, erhält sie im nächsten Schritt eine Gesamtansicht, die idealerweise Geschäftsinformationen, wie Adresse/ Telefonnummer enthält sowie Bewertungen vorheriger Kunden. Über eine Detailansicht besteht zudem die Möglichkeit zusätzliche Informationen zu erhalten, beispielsweise, dass das Geschäft barrierefrei eingerichtet ist.

Das vorherige Beispiel bezieht sich auf die Intention der Kundin, die Regenjacke in einem stationären Geschäft zu kaufen. Die Sichtbarkeit des Online-Auftritts (beispielsweise auf Branchenplattformen) ist ebenso von großer Bedeutung. Bei den Suchanfragen wird zunehmend seltener die Webseite einer Marke oder eines Handelsunternehmens selbst verwendet. Der Großteil der potenziellen Kundinnen und Kunden sucht, beispielsweise nach einer Regenjacke, direkt über Suchmaschinen oder andere Dienstleister und selbst wenn direkt nach einem Unternehmensnamen gesucht wird, ist dadurch nicht automatisch sichergestellt, dass die Webseite dieses Unternehmens an oberster Stelle in der Suche auftaucht.

Welche Kriterien sind entscheidend, damit man bei einer Online-Suche aufgefunden wird?

Es gibt eine ganze Reihe von Kriterien die miteinander zusammenhängen und allesamt ausschlaggebend dafür sind, dass die Online-Sichtbarkeit von Händlerinnen und Händlern verbessert wird. Dazu zählen allgemeine Informationen zum Geschäft, wie die Adresse, Öffnungszeiten, Bilder des Geschäfts, Telefonnummer und Webseite sowie eine kurze Unternehmensbeschreibung.

Das nächste zentrale Kriterium ist die Kundenmeinung. Diese spiegelt sich in der durchschnittlichen Bewertung des Unternehmens und natürlich auch in den einzelnen Bewertungen wider. Weitere Faktoren, die die Online-Sichtbarkeit steigern sind Angaben zu Serviceleistungen, wie beispielsweise eine Liste der Versandmöglichkeiten und Zahlungsoptionen oder passsende Ansprechpartner zu bestimmten Themen. Generell ist es von Vorteil die Besonderheiten des Geschäfts hervorzuheben, wie beispielsweise welche Marken angeboten werden.

Bei all den Angaben, die man preisgibt, um die Online-Sichtbarkeit zu verbessern ist eine Sache elementar: Die Angaben müssen korrekt sein.

Wie reagieren die Kunden, wenn Online falsche Angaben stehen?

Falsche Angaben zu Unternehmensdaten, wie beispielsweise zu Öffnungszeiten oder eine veraltete Adresse/Telefonnummer können dazu führen, dass ein Kunde vor einem geschlossenen Laden steht und dadurch langfristig vergrault wird. Denn die meisten gehen dann zur Konkurrenz, um ihren Kauf zu tätigen. Andere gehen frustriert nach Hause oder wählen dann den Weg online zu kaufen. Die wenigsten sind allerdings so aufmerksam und weisen das Geschäft auf die falschen Daten hin, damit diese korrigiert werden können. In vielen Fällen wissen Händlerinnen und Händler nicht genau, auf welche Plattformen welche Informationen von ihnen stehen und somit auch nichts von möglichen Falschinformationen.

Welchen Einfluss haben Online-Bewertungen?

Kundinnen und Kunden vertrauen beim Produktkauf vor allem Online-Bewertungen und kaufen dort, wo besonders viele Bewertungen, bzw. eine hohe durchschnittliche Bewertung angezeigt wird. Die meisten lassen sich durch schlechte Bewertungen von einem Kauf abhalten.

Nutzerbewertungen spiegeln das Kundenerlebnis wider und wecken Erwartungen unter Neukunden. Dazu kommt das Kunden, die mit dem Kauf unzufrieden sind, schneller einen (negativen) Kommentar hinterlassen, als Kunden mit einem guten Kauferlebnis, da das prinzipiell vorausgesetzt wird. Je aktueller eine Bewertung ist, umso größer schlägt sie sich in der Kundenbewertung nieder. Ältere Bewertungen  werden eher außer Acht gelassen, da beispielsweise schlechte Bewertungen Mitarbeiter betreffen könnten, die inzwischen gar nicht mehr dort tätig sind.

Bei Bewertungen (positiv wie negativ) ist es vorteilhaft in den Dialog zu treten und stets zu reagieren. Beispielsweise könnte bei einer negativen Bewertung klar gestellt werden, woran das gelegen hat, um so auch verärgerte/enttäuschte Kunden zurückzugewinnen. Denn wenn diese merken, dass auf der anderen ihre Bewertungen Anklang finden und sich das Unternehmen damit beschäftigt erhöht das wieder die Verbundenheit des Kunden.


Der Einzelhandel entwickelt sich mit rasanten Schritten zu einer Technologiebranche. Immer mehr stationäre Händler eröffnen Onlineshops oder verkaufen ihre Produkte auf Onlineplattformen und virtuellen Marktplätzen.

Der HDE Erfahrungsaustausch am 08.03.2021 mit Leon Warnke von WorkGenius, behandelte das Thema: Aufbau einer On-Demand Workforce als Antwort auf den Fachkräftemangel

Algorithmen, Künstliche Intelligenz und Big Data revolutionieren die Branche. Getrieben durch die Digitalisierung und den Wachstum des Onlinehandels verändern sich damit auch die Anforderungen an die Qualifikation der Beschäftigten. Obwohl die Handelsunternehmen derzeit pro Jahr nahezu 150.000 Ausbildungsverträge abschließen, leidet auch der Einzelhandel zunehmend unter dem Fachkräftemangel. Um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken ist eine Möglichkeit mit qualifizierten Freiberuflern zusammen zu arbeiten.

Arbeitsmarkt von morgen: Warum Freiberufler?

Zwei wesentliche Aspekte sprechen dafür, dass das Arbeitsmodell der sogenannten Freelancer in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird. Zum einen haben die vergangenen 12 Monate gezeigt, wie (überlebens-) wichtig es für Handelsunternehmen ist, das Thema Digitalisierung anzugehen. Dazu gehört das Aufbauen und Erschließen neuer Vertriebskanäle ebenso wie das Überdenken bisheriger Arbeitsmodelle und einer Umstellung auf zukünftige Anforderungen. Home-Office und mobiles Arbeiten sind prominente Erfolgsbeispiele des vergangenen Jahres.

Zum anderen befinden wir uns mitten in einem demographischen Wandel. Bei jungen Talente, die hoch qualifiziert auf den Arbeitsmarkt kommen findet ein Wertewandel statt. Eine steile Karriere und ein hohes Einkommen, einhergehend mit entsprechenden Arbeitszeiten, spielen vermehrt eine untergeordnete Rolle. Werte hinsichtlich Freiheit, Freizeit und Flexibilität gewinnen stark an Bedeutung. Treiber Nummer 1 für das Arbeitsmodell von Freiberuflern sind daher die Talente selbst.

Unternehmen, die bereits mit Freelancern arbeiten, sagen, dass sich dadurch die Unternehmensleistungen deutlich verbessern. Das Hauptproblem aktuell: Nur ein sehr kleiner Anteil der Unternehmen, die bereits mit Freelancern arbeiten, hat etablierte Prozesse, um eine On-Demand Workforce zu entwickeln und zu managen. Das führt wiederum zu starken Ineffizienzen, die Zeit und Geld kosten.

Wieso arbeiten also nicht schon längst alle Unternehmen mit Freiberuflern zusammen?

Der Haupthinderungsgrund für Unternehmen liegt im Overhead, den eine freiberufliche Anstellung mit sich bringt. Es macht schlichtweg keinen Sinn Stunden an Zeit und Arbeit in die Organisation eines freiberuflichen Auftrages zu investieren, mit dem im Anschluss nur ein paar Tage zusammengearbeitet werden soll.

Allgemein gesprochen lässt sich eine Zusammenarbeit mit Freelancern (Kalkulation ausgehend von 40 Stunden Zusammenarbeit) in folgende Schritte unterteilen: Talent-Auswahl, Freelancer Management sowie Bezahlung, Steuern und Sicherheit.

Die Talent-Auswahl nimmt bis zu 5 Stunden in Anspruch. Dazu zählen Aufgaben wie:

  • Suchen von Freelancern,
  • Sichten von Bewerbungen,
  • Bewertung von Portfolios
  • Verhandlung von Vergütungen
  • Prüfung der Verfügbarkeit

Dazu kommen (ungefähr) weitere 4 Stunden bei dem Management von Freiberuflern, mit Aufgaben wie:

  • Vergeben von Aufträgen
  • Abstimmung der Kommunikationsmittel und –wege
  • Management der Zwischenergebnisse
  • Prüfung der Resultate

Zum Abschluss einer Zusammenarbeit mit Freelancern kommen weitere 2 Stunden hinzu:

  • Prüfung von Rechnungen
  • Auszahlungen
  • Vereinbarung der NDAs

Insgesamt entstehen somit rund 11 Stunden Management Overhead für 40 Stunden freiberufliche Arbeit. Unternehmen, wie WorkGenius, bieten vollautomatisierte end-to-end Lösungen für die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Freiberuflern an. Dadurch soll das Hindernis des Management-Overheads minimiert werden, was zu einer deutlichen Steigerung der Attraktivität dieses Arbeitsmodells führt. Anstelle von 11 Stunden manuellen Aufwands für das Recruiting, Management und Abwicklung von Freelancern verspricht die Software-Lösung eine Reduktion um 90% auf nur etwas mehr als 1 Stunde.

Wie funktioniert das Matching mit qualifizierten Freiberuflern?

Geprüfte Freiberufler beginnen die Bearbeitung eines Auftrages innerhalb von einer halben Stunde. Zunächst werden die exakt benötigten Skills aus dem Briefing eines Unternehmens aufgenommen. Darauf aufbauen matcht ein Algorithmus passende (geprüfte) Freiberufler, die das benötigte Skill-Set für die Auftragserfüllung mitbringen. Die Software prüft außerdem automatisch auf Verfügbarkeit und kalkuliert feste Preise für die Auftragserfüllung.

Als Auftraggeber bekommt man nun von der Technologie drei Kandidaten vorgeschlagen, die von ihren Fähigkeiten her am besten zur Auftragserfüllung qualifiziert sind. Die Software stellt dazu die benötigten Informationen bereit, warum diese Kandidaten am besten geeignet sind (relevante Berufserfahrung, individuelle Präferenzen, Stärken und Motivation). Sollte dennoch keiner der drei vorgeschlagenen Kandidaten dem Auftraggeber zusagen, kann dieser sich weitere Freiberufler vorschlagen lassen. Über die finale Auswahl entscheidet der Auftraggeber.

Was sind die konkreten Vorteile bei einer Zusammenarbeit?

Aus Sicht des Auftraggebers ist vor allem die reibungslose Verwaltung von Freiberuflern ein großer Vorteil. Die Software ermöglicht es beispielsweise über einen Generator schnell und einfach Briefings zu erstellen oder auch Zeiten automatisch zu erfassen. Auftraggeber haben über ein übersichtliches Aktivitäten-Dashboard die Aufgaben der Freiberufler zu verwalten.

Ein weiterer Vorteil für Unternehmen ist die eingebaute Zahlungs- und Compliance-Abwicklung. Man muss sich daher nicht um irgendwelche Compliance- und Vertragsthemen kümmern.

Aus Sicht der Freiberufler sind Vorteile beispielsweise, dass sie innerhalb von 24 Stunden nach Auftragserfüllung bezahlt werden und aufgrund des internationalen Netzwerks können sie prinzipiell überall auf der Welt für verschiedenste Unternehmen Aufträge erfüllen.

Welche Tätigkeitsfelder werden von den Freiberuflern abgedeckt?

Grundsätzlich sollten für jedes Thema die passenden Freiberufler gefunden und gematcht werden. Folgende Tätigkeiten werden häufig in Auftrag gegeben:

  • Beratung & Projektmanagement
  • Bild, Film & Ton
  • Datenmanagement
  • Grafik & Design
  • Finance & Controlling
  • Human Resources
  • IT & Entwicklung
  • Marketing Kommunikation
  • Redaktion
  • Recherche & Analyse

 

Über WorkGenius

WorkGenius hat eine Software entwickelt, mit der sie ein Modell für den Arbeitsmarkt von Morgen etablieren wollen. Die zugrunde liegende Technologie matcht mithilfe von Künstlicher Intelligenz Studenten und Freelancer mit spannenden Unternehmensprojekten weltweit. Das Netzwerk umfasst mehr als 350.000 Talente & Freiberufler, die ausschließlich anhand ihrer fachlichen Kompetenzen bewertet werden – vollkommen unabhängig von Geschlecht, Name oder Herkunft. Dem gegenüber stehen bereits mehr als 5.000 Kunden gegenüber, von kleinen Unternehmen bis hin zu großen Konzernen.